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Am
9. Juli 1911 wurde auf einer Generalversammlung des
Kriegervereins für Schönkirchen und Umgebung vom Lehrer
Rathje aus Tökendorf die Gründung eines Turnvereins
angeregt. Daraufhin wurde eine Kommission gewählt, die die
erforderlichen Schritte unternehmen sollte. Von dieser
Kommission wurde ein Aufruf an die Bevölkerung von Schönkirchen
und Umgebung erlassen, sich zwecks Gründung eines
Turnvereins zu einer Versammlung bei dem Gastwirt Mordhorst
(heute „Im Landhaus“) am 18. Oktober einzufinden. 11
Mitglieder traten an diesem Tag dem Turnverein bei und es
wurde ein provisorischer Vorstand gewählt.
Ende Oktober zählte
der Verein schon 35 Mitglieder. Als Vereinslokal wurde „Heuck’s
Gasthof“ gewählt. Von Januar 1913 an wurde in dem Saal
von „Heuck’s Gasthof“ geturnt. Im Krieg 1914 – 1918
kam der Turnbetrieb zum Erliegen, aber im März 1918 wurde
dann in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, den
Turnbetrieb ab Ostern wieder aufzunehmen. Am 4. April 1919
wurde Ferdinand Geest zum stellvertretenden Turnwart gewählt
und hat von da an die Geschicke des Vereins bis zu seinem
Tode im Jahre 1995 mit geprägt. Im Jahr 1924 wurde dann die
Vereinsfahne geweiht. Das politische Leben im Dritten Reich
hat wieder die Aktivitäten im Verein stark eingeschränkt,
da die jungen Leute sich in der „Hitler-Jugend“ zu betätigen
hatten. Der Zusammenbruch des Dritten Reiches zog auch die
Turn- und Sportvereine in seinen Strudel.
Ein Verbot der
Militärregierung machte ein vorläufiges Ende. Am 13.
Oktober 1945 wurde in einer Versammlung das Wiederaufleben
der sportlichen Aktivitäten beschlossen. Nun mussten auch
die Möglichkeiten geschaffen werden. Es wurde mit dem
damaligen Besitzer des „Friesenplatzes“, Detlef Krohn
aus Neumühlen ein Pachtvertrag zur Benutzung des Platzes
abgeschlossen. Da auch in der weiteren Umgebung durch
Kriegseinwirkung keine Sportplätze mehr vorhanden waren,
wurde der Friesenplatz bei gleichen Rechten und Pflichten
mit den Nachbarvereinen NDTV und WTV gemeinsam genutzt.
Nun
konnte endlich mit der sportlichen Arbeit begonnen werden.
Es wurde geturnt (wieder in Heuck’s Gasthof“), Fußball,
Handball und Tischtennis gespielt. Die Sportplatzfrage
wurde immer schwieriger, so dass der Fußball- und
Handballbetrieb vorläufig eingestellt werden mussten. Nach
den Vorsitzenden Rudolf Westfahl (bis 1949) und Albert
Zimprich (1949 – 1951) übernahm Ferdinand Geest für
lange Jahre das Amt des 1. Vorsitzenden.
Es wurde eine Prellballabteilung
gegründet, die heute noch besteht und jahrelang an den
Norddeutschen Meisterschaften erfolgreich teilgenommen
hatte. 1960 konnte anlässlich der 400-Jahr-Feier der Alten
Gilde die Sportanlage Augustental eingeweiht werden.
In
diesem Jahr wurde dann auch auf Initiative von Dieter
Seyfert die Fußballabteilung
gegründet. Im ersten
Jahr wurden nur Freundschaftsspiele ausgetragen. 1961 wurde
der Spielbetrieb angemeldet und Schönkirchen spielte in
der Kreisklasse D. Danach wurde jedes Jahr der Aufstieg bis
hin zur A-Klasse geschafft. In der Serie 1967/68
wurde die 1. Mannschaft Meister der Kieler A-Klasse und
gleichzeitig Pokalsieger. Damit war der Aufstieg in die
Bezirksliga gesichert. Die B-Jugend wurde 1970
Landesmeister und der DFB wurde auf unsere Jungs
aufmerksam. Martin Söth, Holger Haltenhof und später Dirk
Herrmann waren die ersten, die zu Sichtungslehrgängen
eingeladen wurden. Es kristallisieren sich auch heute immer
wieder große Talente heraus. In jüngster Zeit waren das
Michael Möller und Stefan Rodewald. Leider wurden Sie von
„Holstein Kiel“ abgeworben.
Der Aufstieg der Liga in
die Landesliga wurde unter Trainer Otto Riedel 1983
geschafft. Gleichzeit stieg die A-Jugend unter Trainer
Klaus Feierabend in die höchste Spielklasse von
Schleswig-Holstein, die Verbandsliga auf. Diese gute
A-Jugend war auch die Basis für die Liga und die 2.
Herren, die es schafften, in einem Jahr mit einer Mannschaft in
der Verbandsliga und einer weiteren in der Landesliga zu
spielen. Heute besteht die Fußballabteilung aus 4 Senioren-
und 14 Jugendmannschaften, 14 Trainern und 25 Betreuern und
ist mit ca. 400 Sportlern nach Turnen die zweitgrößte
Abteilung im Verein.
1972
erfolgte der Zusammenschluss der TSG Schönkirchen von 1911
und dem S. C. Concordia von 1951, und es entstand der Name
TSG Concordia Schönkirchen von 1911 e.V.1967 wurde die
Sporthalle eingeweiht, die später den Namen
„Ferdinand-Geest-Halle“ erhielt. Nun gründete sich
eine Badmintonabteilung. Diese
Abteilung erreichte 1980 die Zugehörigkeit zur höchsten
Spielklasse in Schleswig-Holstein und stellte mit Dirk
Moeller, dem heutigen 2. Vorsitzenden, mehrfach den Einzel-
oder Doppelmeister. Das seit 1975 jährlich durchgeführte
„Internationale Schüler- und Jugendturnier“ hat einen
festen Platz im Terminkalender und einen guten
internationalen Ruf.
Nun wurde die Turnabteilung
auch wieder mit mehr Leben gefüllt. Es wurde eine Mutter-
und Kind-Turngruppe, Kinderturnen und Gymnastik
sowie Aerobic und Jazztanz ins Leben gerufen. Seit
Fertigstellung der Aula wird auch Babyturnen (6 Monate bis 2 Jahre)
angeboten.
Durch
die neue Sporthalle konnte sich auch die Tischtennisabteilung
wieder aktivieren. Es wurden beachtliche sportliche Erfolge
erzielt. Auch heute mischen unsere Tischtennisspieler kräftig
mit.
Jetzt
konnte auch die Handballabteilung
ihren Trainingsbetrieb aufnehmen. Die Punktspiele mussten
jedoch in der Kreishalle in Heikendorf ausgeführt werden,
da die Maße der Ferdinand-Geest-Halle nicht der Norm
entsprachen. Dies änderte sich erst Ende der 80er Jahre
als die neue Ballsporthalle „Albert-Zimprich-Halle“
in Betrieb genommen wurde.
Die
1977 von der TSG ins Leben gerufen und begründete Fördergemeinschaft
Tennis in der TSG machte sich schon im Jahr darauf selbständig
und bildete den Tennisclub Schönkirchen.
Ebenfalls im Jahre
1977 wurde die neu geschaffene Volleyballabteilung beim Verband angemeldet.
Im
Leichtathletikbereich
waren speziell im Jugendbereich teilweise hervorragende
Erfolge erzielt worden. Der „Schönkirchener Herbstlauf“ ist inzwischen für Insider ein „Muss“ geworden.
Die Wandergruppe
ist ein sehr aktives Völkchen für sich.
Seit
Anfang der 90er Jahre hat sich sehr erfolgreich eine Karateabteilung
entwickelt. Auch hier wird viel und gute
Jugendarbeit unter Bernd Busse geleistet.
1975
gründete sich eine Schützengruppe,
die sehr rege war und sich den Schießstand unter der
Ferdinand-Geest-Halle in Eigenleistung erstellte. Leider
konnten sich die Jugendlichen nicht für den Schießsport
so begeistern, dass in dieser Abteilung ein Weiterleben gewährleistet
war. Nach zum großen Teil altersbedingtem Ausscheiden der
Schützen wurde im Jahr 1999 der Schießstand an die Kyffhäuser
Kameradschaft abgegeben.
1974
konnte der Verein eine Baracke, die anlässlich der
Olympischen Segelwettbewerbe in Kiel aufgebaut war, günstig
in der Anschützsiedlung erwerben. So entstand unser „Friesenheim“.
Nachdem
die Vereinsführung lange in privaten Räumen die Geschäftsführung
erledigte, stellte die Gemeinde Schönkirchen in den 70er
Jahren das Jugend- und Vereinsheim in der Schule zur Verfügung.
Hier wurde dann auch ein Geschäftszimmer eingerichtet. Am
8. August 1992 konnte dann jedoch das heutige Jugend- und
Sportheim nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht werden.
Die Vereinsführung hat inzwischen eine Halbtagskraft eingestellt, da eine vernünftige Verwaltungstätigkeit ehrenamtlich
nicht mehr zu bewältigen war.
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